Briefwechsel der Brüder Grimm

www.grimmbriefwechsel.de
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Hier finden Sie derzeit:

• den Zugang zu einer Datenbank von Jacob und Wilhelm Grimms Briefwechsel, in der etwa 20.000 einzelne Briefe nachgewiesen sind und in der für etwa 11.000 Briefe (vor allem aus der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, aus der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen und aus dem Hessischen Staatsarchiv Marburg) bereits digitale Faksimiles der Originale benutzbar sind

• Informationen und Links zu den bisher erschienenen Bänden der Edition
Briefwechsel der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm. Kritische Ausgabe in Einzelbänden (verlegt bei S. Hirzel Stuttgart)

• und Referenzdokumente, die bei der Erarbeitung und bei der Nutzung dieser Briefausgabe helfen, wie die Editionsrichtlinien oder eine Liste der als Briefpartner der Brüder Grimm nachgewiesenen bzw. in Briefen von und an Jacob und Wilhelm Grimm erwähnten Personen.

Künftig werden auch digitale Versionen von transkribierten Brieftexten und Kommentaren einbezogen.

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Neuester Band der Kritischen Ausgabe:

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Briefwechsel der Brüder Grimm mit Johann Martin Lappenberg,
Friedrich Lisch und Georg Waitz

im Anschluss an Wilhelm Braun und Ludwig Denecke herausgegeben von Berthold Friemel, Vinzenz Hoppe, Philip Kraut, Holger Ehrhardt und Roman Alexander Barton

Die drei bisher weitgehend unveröffentlichten Briefwechsel zeigen die Brüder Grimm in einer bisher wenig bekannten Kommunikationssituation - als Teil einer Historikergemeinschaft, in die sie mit ihren Arbeitsgebieten voll integriert waren, in der sie Respekt genossen und Freundschaften schlossen. Ein übergreifender inhaltlicher Schwerpunkt der drei Briefwechsel ist die frühe Geschichte germanischer Völker und Sprachen. Für die Beziehung zwischen Jacob Grimm und Waitz ist außerdem charakteristisch, dass beide an den politischen Konflikten und Debatten Deutschlands zwischen 1837 und 1849 prominent und mit zunächst ähnlichen Grundsätzen und Zielen beteiligt waren, das Scheitern ihrer Reformhoffnungen während der politischen Restauration und Repression in den 1850er Jahren jedoch unterschiedlich verarbeiteten. Die Edition belegt, dass Jacob Grimm - abseits der Legalität - schließlich eine gewaltsame, revolutionär-demokratische Umwälzung befürwortete.

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... Kritische Ausgabe

... Servicebereich zur Kritischen Ausgabe

Die Edition gibt die Texte der Originale getreu wieder, vollzieht dabei allerdings konsequent den Medienwechsel von Handschriften des 18. und 19. Jahrhunderts zu gedruckten Antiquatexten. Den Editionsrichtlinien liegt der Gedanke zugrunde, gut lesbare und zitierbare Texte anzubieten, die nicht von editorischen Einblendungen und Sonderzeichen durchsetzt sind. Grundprinzip ist ein enges Nebeneinander von Text- und Kommentararbeit. Jedem Einzelbriefwechsel geht eine Einleitung voran, die Informationen über den jeweiligen Briefwechsel als ganzen enthält. Die Einleitungen  stellen das biographische, historische, wissenschaftliche und kulturelle Umfeld des jeweiligen Briefwechsels vor und bieten  Zusammenfassungen der Überlieferungs- und Editionsgeschichte. Der Schwerpunkt der Einleitungen ist Information, nicht Interpretation.

... Briefverzeichnis und digitales Grimmarchiv

Ursprung unserer Projekte zum Grimm-Briefwechsel waren  die vor etwa 35 Jahren begonnenen Arbeiten an einem Verzeichnis aller auffindbaren einzelnen Briefe von und an Jacob und Wilhelm Grimm, das die Briefe unabhängig von Aufbewahrung und Provenienz verzeichnet und Drucke und Handschriften aufeinander bezieht, also eine Mischform aus Bibliographie und Handschriftenkatalog ist. Die Datenbank des Verzeichnisses ist seit 2004 im Internet zugänglich und nun Teil eines Datenbanksystems, das außer dem Briefwechsel auch andere Dokumente der Brüder Grimm erschließen soll, wie zum Beispiel Tagebücher, Kalender, Notizbücher, Erinnerungsgegenstände oder Bücher ihrer Bibliothek. Die Datenbank weist etwa 20.000 Briefe der Brüder Grimm nach und macht digitale Faksimiles von ungefähr 11.000 davon zugänglich.

... Arbeitsstelle Grimm-Briefwechsel Berlin

Mindestens etwa 30.000 Briefe, die von Jacob oder Wilhelm Grimm geschrieben oder an sie gerichtet wurden, hat es gegeben. In ihrem Nachlass sind Briefe von etwa 1.400 Partnern. Die Arbeitsstelle Grimmbriefwechsel an der Humboldt-Universität zu Berlin ist einerseits an der Verzeichnung und Edition des Grimm-Briefwechsels tätig, andererseits beherbergt sie eine auf dieses Arbeitsgebiet bezogene Forschungsbibliothek.

... Verwandte Projekte

19982005 erschienen im Verlag der Brüder Grimm-Gesellschaft Kassel drei Bände der Kasseler Ausgabe von Werken und Briefwechseln der Brüder Grimm: zwei Bände Briefe (hrsg. von Holger Ehrhardt und Ewald Grothe) und ein Band mit Jacob Grimms Literaturgeschichtsvorlesung (hrsg. von Matthias Janßen). Die Kasseler Ausgabe zeichnet sich durch das Bestreben nach sehr detailgetreuer Nachbildung der Originale aus, etwa was die Wiedergabe des langen s, von Schreiberkürzeln und Korrekturvorgängen betrifft. Noch weiter in dieser Richtung geht das editorische Experiment, das Roland Reuß anhand einiger Texte aus der Korrespondenz zwischen Achim von Arnim und Jacob Grimm im Heft 7 (2002) der TextKritischen Beiträge vornahm.

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